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Bitkom fordert Milliarden-Investition in die künstliche Intelligenz

Bitkom fordert Milliarden-Investition in die künstliche Intelligenz

Der Branchenverband Bitkom fordert vier Milliarden Euro, um die Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) zu fördern. Das Geld soll vornehmlich in Bildung fließen, um genug Experten bereitstellen zu können. Auch die Politik reagiert inzwischen.

An innovativen Firmen, die sich in Deutschland mit KI als neuer Schlüsseltechnologie beschäftigen, mangelt es nicht. Allein der in Berlin ansässige Digital-Verband Bitkom zählt gut 150 Mitgliedsunternehmen, die sich professionell mit KI auseinandersetzen. „Darunter sind mehrere Dutzend kleine und mittlere Unternehmen und Startups, für die KI das alleinige Betätigungsfeld darstellt“, weiß Dr. Mathias Weber, Bereichsleiter IT-Services bei Bitkom.

Eine Milliarde pro Jahr

Der Verband unterhält einen Arbeitskreis, der sich regelmäßig zu KI austauscht. „Einige unserer Mitglieder wünschen sich, dass die Politik die Rahmenbedingungen hierfür in Deutschland verbessert“, so Weber. Vor kurzem veröffentlichte der Verband ein Positionspapier, in dem deutlich höhere Investitionen zur Unterstützung von KI gefordert werden. Demnach solle die Förderung von Forschung und Entwicklung in diesem Bereich vier Milliarden Euro im Laufe der nun aktuellen Legislaturperiode betragen, also eine Milliarde pro Regierungsjahr bis 2021. „Die wichtigste Maßnahme wäre ein substanzieller Beitrag in der Bildung“, sagt Weber. „Da muss ganz viel getan werden. Das fängt in der Schule an und geht über die Hochschulbildung bis hin zur Weiter- beziehungsweise Umqualifizierung von Menschen, die im Zuge der Digitalisierung womöglich ihren Job verlieren könnten.“

Und sie bewegt sich doch …

Das Hauptfeld sei aber derzeit die Hochschullandschaft. „Es gibt in Deutschland derzeit 80 Professuren für Studiengänge, die mit KI zu tun haben. Bei dem Bedarf, den die Wirtschaft momentan hat, reicht das definitiv nicht aus“, mahnt Weber. Deutschlandweit müssten mindestens zehn KI-Masterstudiengänge und 40 Professuren neu entstehen. Daneben solle die neue Bundesregierung mehr Förderansätze für KI-Geschäftsmodelle schaffen. „Wir beobachten sehr deutlich, dass die Politik sich darum kümmert“, sagt Weber zuversichtlich. „Das Bundeswirtschaftsministerium als enger Partner von uns will sich hierzu neu positionieren und analysiert derzeit Handlungsbedarf und -optionen, wie die KI-Wirtschaft am besten unterstützt werden kann.“

Wettlauf um die Weltspitze

Bitkom kooperiert derzeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken als Forschungspartner. Auch hier sieht man einen Bedarf an staatlicher Unterstützung: „Deutsche Forscher spielen in der Champions League der KI und haben viele der heute weltweit genutzten grundlegenden Algorithmen in diesem Bereich erfunden“, betont Prof. Wolfgang Wahlster, CEO des DFKI. „Der internationale Wettlauf um die Führungsrolle in der KI erfordert aber massive und koordinierte Anstrengungen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, um die ausgezeichnete Ausgangsposition auszubauen und die massiven Personalabwerbungen und Übernahmeangebote aus Nordamerika und Asien abzuwehren.“ Ferner ginge es darum, die deutschen Exportschlager durch neuartige KI-Komponenten zukunftsfähig zu machen: vom autonomen Auto, über intelligente Haushaltgeräte, kollaborative Teamroboter bis hin zur selbstlernenden Medizintechnik. „Ohne KI sind Industrie 4.0, eine Smart Service Welt und autonome Systeme nicht realisierbar“, so Wahlster.

Autor: Redaktion Zukunft. Kunde.
Bild: peshkova AdobeStock

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