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Elaine Coffman, Vice President of Human Resources bei Majorel

Remote Teams als Erfolgsfaktor für Unternehmen

Remote Teams als Erfolgsfaktor für Unternehmen

Dass die Corona-Pandemie die Unternehmenskultur und -politik verändert hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Doch obwohl dies in den letzten Jahren ausführlich diskutiert wurde, erkennen viele Arbeitgeber erst seit der Rückkehr ihrer Beschäftigten aus dem Homeoffice wirklich, wie sich die Pandemie auf ihre langfristigen Geschäftsstrategien auswirkt.

Zunächst aus reiner Notwendigkeit eingeführt, gehören Homeoffice-Vereinbarungen inzwischen zu den Grunderwartungen vieler Teammitglieder – der älteren, die sich an die Flexibilität des Homeoffice gewöhnt haben, und der jüngeren, deren Berufstätigkeit direkt im Homeoffice begann. Studien haben außerdem gezeigt, dass Beschäftigte, die zu Hause arbeiten, oft produktiver sind als ihre Kollegen im Büro.

Die Arbeit aus dem Homeoffice wird sich weiter durchsetzen und das bedeutet, kleine wie große Unternehmen müssen ihre Personaleinstellungs-, Onboarding- und Schulungsstrategien neu ausrichten. Für Arbeitgeber mag die Aussicht auf weitreichende Veränderungen dieser Prozesse nervenaufreibend sein, hatten sie doch mit der Unsicherheit der letzten Jahre schon genug zu kämpfen. Die gute Nachricht ist aber, dass nur wenige Anpassungen nötig sind, um neu eingeführte Homeoffice-Vereinbarungen für Beschäftigte und Unternehmen zum langfristigen Erfolg werden zu lassen.

1. Bewerbungsprozess kreativ gestalten

Den Bewerbungsprozess mit Video-Interviews und anderen Elementen remote zu gestalten, kann durch potenzielle Ablenkungen in der Homeoffice-Situation und die generell mit Video-Meetings verbundenen Einschränkungen zur Herausforderung werden. Am Bewerbungsprozess beteiligte Manager und HR-Verantwortliche müssen sich also etwas einfallen lassen und den Prozess interessant und informativ gestalten, um Top-Talente für sich zu gewinnen.

2. Einstellungskriterien überdenken

Damit die Neueinstellung auf Mitarbeiter- und Arbeitgeberseite zum Erfolg wird, ist als erstes sicherzustellen, dass der Neuzugang zu den Rahmenbedingungen passt. Die mit der Arbeit im Homeoffice verbundene Freiheit wirkt nicht bei allen Kandidaten produktivitätsfördernd. Heutzutage ist es daher wichtiger denn je, Faktoren wie Selbstmotivation, Fokus und Zeitmanagement bei der Einstellung zu berücksichtigen.

3. Eingewöhnungsprozess anpassen

Anschluss an das Team zu finden, ist entscheidend für den Erfolg jedes Neuzugangs im Unternehmen und kann für neue Teammitglieder aus der Remote-Situation heraus schwierig sein. Achten Sie daher besonders darauf, wie diese sich in die Unternehmenskultur integrieren und setzen Sie alles daran, trotz der Distanz möglichst viele gemeinschaftliche Events zu ermöglichen. Denn nicht zuletzt erzielen starke Teams auch bessere Ergebnisse.

4. Onboarding-Prozess auf den jeweiligen Neuzugang abstimmen

Wenn neue Teammitglieder am ersten Tag ins Büro kommen, sind ihre Arbeitsbedingungen mehr oder weniger vorgegeben – Räumlichkeiten und Ausstattung sind für alle Kollegen gleich. Bei der Einstellung von Remote-Mitarbeitern dagegen muss der Prozess auf die individuelle Umgebung der jeweiligen Person abgestimmt werden. Wie kommt das neu eingestellte Teammitglied mit der vorgegebenen Technologie und seiner Arbeitsumgebung zurecht? Wie schnell und zuverlässig ist die Internetverbindung?

Diese und andere relevante Punkte sollten Sie versuchen abzuklären, bevor das neue Teammitglied seine Arbeit aufnimmt. Das Standardprozedere für die Einarbeitung greift bei Remote-Beschäftigten nicht.

5. Kommunikation in den Vordergrund stellen

Wenn ohne persönliche Interaktion kommuniziert wird, gehen dabei unter Umständen einige Aspekte der Kommunikation verloren und es kann leicht zu Missverständnissen kommen. Betonen Sie gegenüber neuen Teammitgliedern daher von Anfang an die Bedeutung der Kommunikation und erinnern Sie immer wieder daran, dass es unerlässlich ist, in Verbindung zu bleiben und dass Sie immer offen für Gespräche sind. Langfristig wird dies dem neuen Mitarbeiter und seinem Team helfen, möglichst wenig Zeit, Ressourcen und Energie zu verschwenden.

Selbst Arbeitgeber, die ursprünglich Skepsis gegenüber der Arbeit von Zuhause geäußert haben, sind oft überrascht von den vielfältigen Geschäftsvorteilen, die Remote Teams bieten können. Den Einstellungsradius zu erweitern und auch geografisch weit entfernt lebende Bewerberinnen und Bewerber zu berücksichtigen, erschließt Arbeitgebern ein Eldorado neuer Möglichkeiten. Wer „grenzenlos“ einstellen kann, schöpft aus einer weit größeren Vielfalt an Kandidaten, die ihre zukünftigen Teams mit neuen Perspektiven, Hintergründen und Erfahrungen bereichern können.

Weitere Ausführungen der Autorin zum Thema „Remote-Belegschaft als Erfolgsfaktor für Ihr Unternehmen“ (Setting Remote Employees Up for Success) finden Sie in den aktuellen Q&A von Elaine Coffman bei StrategicCHRO360.

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